IZW-Stellungnahme
Stellungnahme zur Sicherheitsplattform Strom
Krisenvorsorge ja. Staatlich verwalteter Strommangel nein.
(Stand: August 2026)
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Autorin / Autor
Andrea Thoma-Böck
Präsidentin der Initiative Zukunft Wirtschaft Deutschland e. V.
Inhaltsverzeichnis
Ausgangslage
Eine Industrienation braucht belastbare Vorsorge für Stromausfälle und Versorgungskrisen. Doch notwendige Krisenvorsorge darf nicht zum Beruhigungsteppich über einem strukturellen Versorgungsproblem werden. Die Sicherheitsplattform Strom verhindert keinen Mangel – sie organisiert seine staatliche Bewirtschaftung.
Das Problem
Deutschland hat gesicherte, jederzeit verfügbare Kraftwerksleistung abgeschaltet, ohne rechtzeitig gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Gleichzeitig wurde wetterabhängige Erzeugung massiv ausgebaut und der Strombedarf durch Elektrifizierung, Digitalisierung, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz weiter erhöht.
Der Staat verlagert das Risiko eines unzureichend abgesicherten Stromsystems in die Unternehmen. Aus einem systemischen Versorgungsrisiko wird ein Bilanzrisiko der Betriebe.
Sieben Forderungen
- Kein weiteres steuerbares Kraftwerk endgültig vom Netz, bevor gleichwertiger Ersatz verfügbar ist.
- Kohleausstieg überprüfen und ggf. verschieben.
- Kraftwerks- und Kapazitätsstrategie beschleunigen, technologieoffen gestalten.
- Flexibilisierung nur als freiwillige Ergänzung – niemals als Ersatz für gesicherte Leistung.
- Sicherheitsplattform transparent und gemeinsam mit Unternehmen entwickeln.
- Weiterer Ausbau wetterabhängiger Erzeugung marktwirtschaftlich und netzdienlich.
- Klima- und Energiepolitik am vollständigen Zieldreieck ausrichten.
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Andrea Thoma-Böck – Präsidentin der Initiative Zukunft Wirtschaft Deutschland e. V.
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