KOHLEAUSSTIEG 2030. ERSATZKRAFTWERKE ERST 2031. WER SCHLIESST DIE VERSORGUNGSLÜCKE?
KOHLEAUSSTIEG 2030. ERSATZKRAFTWERKE ERST 2031. WER SCHLIESST DIE VERSORGUNGSLÜCKE? Ökonomen wie @[Manuel Frondel](urn:li:person:TkMkfwv5iK) \(RWI\) und Andreas Loschel \(der sogar die Bundesregieru
KOHLEAUSSTIEG 2030. ERSATZKRAFTWERKE ERST 2031. WER SCHLIESST DIE VERSORGUNGSLÜCKE?
Ökonomen wie @Manuel Frondel (RWI) und Andreas Loschel (der sogar die Bundesregierung berät) sagen klar: Der vorgezogene Braunkohleausstieg 2030 im Rheinischen Revier kann so nicht funktionieren. Die neuen Gaskraftwerke, die die Lücke füllen sollen, gehen erst 2031 ans Netz. Für die Winter 2031 und 2032 wird in NRW konkret Versorgungsengpasse und weiter steigende Preise befürchtet. Der Beschluss von 2022 (Habeck, schwarz-grüne NRW-Regierung, RWE) war politisch ambitioniert. Die technischen und zeitlichen Realitäten hinken hinterher. Jetzt wird evaluieren, verzogern und auf die Zeit nach der Landtagswahl 2027 geschielt - wahrend die Experten schon warnen.
„Ideologie frisst Verstand" trifft es ziemlich gut. Versorgungssicherheit und bezahlbarer Strom sind keine optionalen Ideale, sondern Grundvoraussetzungen. Wenn man den Kohleausstieg ohne ausreichende, rechtzeitig verfügbare Ersatzkapazitäten forciert, riskiert man genau das, was der Artikel beschreibt: Lichter aus und Preise hoch. Nein - sie sind noch nicht im Bau, die Gaskraftwerke. Die 2.118 MW (genauer: rund 2.118 reduzierte Megawatt / rMW) für NRW stammen aus der ersten Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Langzeitkapazitäten (StromVKG). Die Zuschläge wurden erst am 3. November 2026 erteilt - also vor wenigen Tagen.
Was genau bezuschlagt wurde
RWE erhielt alle drei Zuschläge in NRW: Voerde: ca. 730 MW Weisweiler: ca. 700 MW Werne (Gersteinwerk): ca. 700 rMW Es handelt sich um neue wasserstofffähige Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) an bestehenden RWE-Standorten. Die Anlagen müssen spätestens 2031 (teilweise mit Ziel Oktober 2031) betriebsbereit sein.
Aktueller Status
RWE hat die Vorbereitung frühzeitig begonnen (Genehmigungsplanung, Sicherung von Fertigungskapazitäten für Kernkomponenten, Einleitung von Genehmigungsverfahren). Der Konzern kündigt an, in wenigen Wochen mit dem Bau der ersten Anlage beginnen zu wollen. Stand heute (7. November 2026) befinden sich die Projekte also in der fortgeschrittenen Planungs- und Genehmigungsphase - nicht im Bau. Der eigentliche Baubeginn steht unmittelbar bevor, ist aber noch nicht erfolgt.
Einordnung
Das ist genau der Punkt, den die Ökonomen im KStA-Artikel ansprechen: Die Gaskraftwerke kommen (auch im besten Fall) erst nach dem geplanten Braunkohleausstieg 2030. Es bleibt eine zeitliche Lücke, und weitere Ausschreibungsrunden (nächste Ende Dezember 2026) müssen noch folgen, um das benötigte Gesamtvolumen zu erreichen.
Kurz gesagt: Abgeschaltet werden ca. 3 GW gesicherte Leistung. Definitiv 2030 als Ersatz da ist davon nichts.
https:///nkd.in/eiKV_G9S
Wir danken dem Autor: @Martin Juros
➡️ Zum Originalbeitrag von Martin Juros: https://lnkd.in/p/eQbveNaw
IHK Koln @Dr. Nicole Grünewald
Diese Fragen richten sich insbesondere an die politisch Verantwortlichen in Nordrhein-Westfalen. @Mona Neubaur @Hendrik Wüst