Stellungnahme zur Sicherheitsplattform Strom - Kurzfassung
Kurzfassung der IZW-Stellungnahme: Die Sicherheitsplattform Strom verhindert keinen Mangel - sie organisiert seine staatliche Bewirtschaftung. Deutschland hat gesicherte Kraftwerksleistung abgeschaltet ohne rechtzeitig Ersatz zu schaffen. Der Staat verteilt den Mangel und privatisiert dessen Schaeden. Erst Ersatz schaffen. Dann abschalten. Nicht umgekehrt.
Stellungnahme zur Sicherheitsplattform Strom - Kurzfassung
Als blätterbares Buch lesen
PDF wird geladen…
Eine Industrienation braucht belastbare Vorsorge für Stromausfälle und Versorgungskrisen – unabhängig von ihrer Ursache. Doch notwendige Krisenvorsorge darf nicht zum Beruhigungsteppich über einem strukturellen Versorgungsproblem werden. Die Sicherheitsplattform Strom verhindert keinen Mangel. Sie organisiert seine staatliche Bewirtschaftung.
Deutschland hat gesicherte, jederzeit verfügbare Kraftwerksleistung abgeschaltet, ohne rechtzeitig gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Gleichzeitig wurde wetterabhängige Erzeugung massiv ausgebaut und der Strombedarf durch Elektrifizierung, Digitalisierung, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz weiter erhöht.
Wenn man ein Drehbuch für Wohlstandsvernichtung und Deindustrialisierung schreiben wollte, sähe es genau so aus.
Nach den vorliegenden Informationen verbleiben die wirtschaftlichen Folgen angeordneter Produktionsreduzierungen grundsätzlich beim Unternehmen. Der Staat verteilt den Mangel und privatisiert dessen Schäden.
Forderungen: Netzanschluss und Energieversorgung dürfen kein politisches Gnadenrecht werden. Deshalb darf kein weiteres steuerbares Kraftwerk endgültig vom Netz gehen, bevor gleichwertiger Ersatz tatsächlich verfügbar ist. Erst Ersatz schaffen. Dann abschalten. Nicht umgekehrt.